Späte Mutterschaft - ein neuer Lebensentwurf?

Aktuelle Analyse zur späten Mutterschaft im Osten und Westen Deutschlands

Stuttgart, 15.12.2005

In der soeben erschienenen Veröffentlichung "Späte Mutterschaft - ein neuer Lebensentwurf?" weist Dr. Stephanie Saleth von der FamilienForschung Baden-Württemberg darauf hin, dass die Anzahl der Mütter, die mit 35 Jahren oder später noch ein Kind bekommen, bundesweit ansteigt und in den alten Bundesländern deutlich über der in den neuen Bundesländern liegt.

Jüngere Mütter im Osten, ältere im Westen

Mögliche Gründe hierfür liegen, so Dr. Stephanie Saleth, in einer stärkeren Berufsorientierung der Frauen in großstädtisch geprägten Ballungszentren sowie in unterschiedlichen Familienstrukturen in Ost und West. In den neuen Bundesländern werden deutlich mehr nicht eheliche Kinder geboren als im Westen Deutschlands. Die amtliche Statistik zeigt, dass Mütter nicht ehelich geborener Kinder im Durchschnitt drei Jahre jünger sind als Mütter ehelich geborener Kinder. Darüber hinaus sind die Angebote der Kinderbetreuung in den neuen Ländern besser ausgebaut. Dies könnte zur Folge haben, dass hier der Spagat zwischen Familie und Beruf besser gelingt und sich Frauen daher im Osten Deutschlands zu einem früheren Zeitpunkt für ein Kind entscheiden als im Westen.

Veröffentlichung

"Späte Mutterschaft - ein neuer Lebensentwurf?", Dr. Stephanie Saleth, in: Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 11/2005, Seite 14-18

Ansprechpartnerin

Dr. Stephanie Saleth, FamilienForschung Baden-Württemberg, Statistisches Landesamt, Tel.: 0711-641-2033, stephanie.saleth@stala.bwl.de

Schaubild: Anteil der Neugeborenen mit älteren Müttern