Ergebnisse der Tagung "Wie wird Deutschland familienfreundlicher?"

Ideen und Ansatzpunkte aus dem Workshop "Väterfreundliche Maßnahmen im Unternehmen"

Stuttgart, 07.12.2007

Vom 27. ? 28. November 2007 fand im Tagungszentrum Hohenheim der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart erstmals eine begleitende Tagung zum Monitor Familienforschung statt. Der Monitor Familienforschung wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) herausgegeben. Er informiert vierteljährlich kurz und prägnant über aktuelle familienwissenschaftliche Themen. Der Monitor wird durch die FamilienForschung Baden-Württemberg zusammengestellt und kann als Newsletter beim BMFSFJ abonniert werden.

Im Rahmen der Fachtagung sollten in Workshops auf der Basis wissenschaftlicher Erkentnisse Perspektiven für mehr Familienfreundlichkeit in Deutschland entwickelt werden. Die Veranstaltung diente darüber hinaus der Vertiefung einzelner Themen des Monitors Familienforschung. Die Tagung wurde vom BMFSFJ, der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der FamilienForschung Baden-Württemberg des Statistischen Landesamtes veranstaltet. Sie richtete sich an Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen aus einschlägigen Disziplinen und Arbeitsfeldern sowie an familien- und sozialpolitsch Interessierte.

Zum Workshop "Väterfreundliche Maßnahmen im Unternehmen"

Immer mehr Männer möchten eine aktive Vaterschaft und berufliche Pflichten vereinbaren, doch neben der Frage der praktischen Umsetzbarkeit stehen sie dabei z.B. zusätzlich vor Akzeptanzproblemen. Dabei könnten innerfamiliär viele zeitliche Engpässe entzerrt werden und die Betriebe von einer gesteigerten Motivation und einer verringerten Fluktuation profitieren.

Auf eine kurze Formel gebracht bedeutet Väterorientierung: Väter zu ermutigen, familienfreundliche Angebote wahrzunehmen. Die Bandbreite der möglichen Themenfelder ist groß. So kommen beispielsweise sowohl Maßnahmen aus dem Bereich Arbeitszeit und Organisation wie Arbeitszeitkonten in Frage als auch eine Unternehmenskultur, die sich an Ergebnissen statt an der Anwesenheit im Betrieb orientiert. Die innerbetriebliche Kommunikation spielt bei der Einbindung von Vätern eine wichtige Rolle: Väter benötigen Informationen über ihre Möglichkeiten, Führungskräfte müssen sich möglicherweise mit veränderten Anforderungen an ihr Führungsverhalten auseinandersetzen. Sie können eine Vorbildfunktion einnehmen und von ihrer Einstellung kann es auch abhängen, ob Veränderungswünsche überhaupt geprüft werden und nach einer Lösung gesucht wird.

Im Rahmen des Workshops vermittelten Beispiele aus der betrieblichen Praxis in aller Kürze, dass Unternehmen aller Branchen und Größenklassen spezielle Angebote für Väter schaffen können. Praxiserfahrungen zeigen allerdings auch, dass die Erwartungen nicht zu hoch gesteckt werden dürfen, ansonsten könnte das gesamte Vorhaben in Frage gestellt werden, wenn sie sich nicht erfüllen lassen.

Ideen und Ansatzpunkte aus dem Workshop

Im Workshop stellten die Teilnehmer/innen sich unter anderem die Frage, welche Argumente für die Väterfreundlichkeit sprechen und was erste Startmaßnahmen in einem Betrieb sein könnten. So konnten als Ergebnis z.B. eine Vielzahl von Ideen für Startmaßnahmen festgehalten werden:

Haben Sie weitere Ideen oder kennen Sie betriebliche Angebote, die sich bereits bewährt haben? Dann setzen Sie sich mit Eva Schulte in Verbindung.

Ansprechpartnerin

Eva Schulte, Referat "Sozialwissenschaftliche Analysen, FamilienForschung Baden-Württemberg" im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg, Tel.: 0711-641-2465, E-Mail: eva.schulte@stala.bwl.de

Quelle

FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg