Heimat ist hier - Migrantinnen machen mit

Die Seminarreihe ermutigt Migrantinnen sich bürgerschaftlich zu engagieren und ihren Wirkungskreis zu erweitern

Anlass und Ziele

In Baden-Württemberg leben 2,8 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund, die hier eine neue Heimat gefunden haben, knapp die Hälfte davon sind Frauen. Doch wie sieht ihre Heimat aus? Fühlen sie sich hier wohl und was können sie verändern? Was bedeutet es, als Frau mit Migrationshintergrund in Deutschland zu leben? Wie werden in der Stadt Entscheidungen getroffen und wer vertritt ihre Interessen? Die Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg unterstützt Frauen mit Migrationshintergrund bei der Erweiterung ihres Wirkungskreises und in ihrem bürgerschaftlichen und politischen Engagement. Es geht darum, dass sie Teilhabemöglichkeiten in ihrem Umfeld kennenlernen, persönliche Kontakte knüpfen und zum Mitmachen ermutigt werden.

Zielgruppen

Migrantinnen allgemein

Zusammenarbeit

  • Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
  • Volkshochschulen
  • Integrationsbeauftragte
  • Schulen und Kindertagesstätten
  • Familienbildungsstätte
  • Frauen- und Mütterzentrum
  • Frauenverbände
  • Frauengruppen
  • Internationale Vereine

Angebote und Umsetzungsschritte

Die Reihe besteht aus ca. sieben Einzelveranstaltungen inklusive des Besuchs einer Gemeinderats- bzw. Kreistagssitzung. Zwei Kursbegleiterinnen (eine davon mit Migrationshintergrund) bereiten die Seminare vor und führen die Veranstaltungen durch. Teilnehmerinnen sind Frauen mit Migrationshintergrund.

Inhaltliche Themen sind z.B.:

  • Persönliche Lebenswege
  • Frauenstadtrundgang
  • Chancengleichheit
  • Selbstdarstellung und Auftreten
  • Kommunalpolitik
  • Bürgerschaftliches Engagement

Ergebnisse und Auswirkungen

Die Reihe hat ca. 25mal in verschiedenen Kommunen in BW stattgefunden. Oft setzen die Teilnehmerinnen die Treffen nach Beendigung der Reihe in eigener Regie fort und organisieren weitere Aktionen bzw. engagieren sich individuell. Das Thema Integration erfuhr durch die Kooperationspartnerinnen vor Ort (Integrations- und Gleichstellungsbeauftragte, Volkshochschulen, Migrationsvereine) politische Bedeutung und wurde durch die Presse in die öffentliche Wahrnehmung getragen.

Schwierigkeiten bei der Umsetzung

Die meisten Veranstaltungsreihen kommen problemlos zustande, jedoch muss aktiv um die Teilnehmerinnen geworben werden. Der Zugang zur Zielgruppe läuft häufig über Integrationskurse und persönliche Kontakte. Das gelingt nicht in allen Orten gleich gut. Es braucht noch Ideen, um die Hemmschwelle zur Teilnahme zu senken.

Finanzierung

Die Landeszentrale übernimmt die Honorarkosten für die beiden Kursbegleiterinnen entsprechend der LpB-Richtlinien. Weitere Kosten sind durch den Teilnahmebetrag sowie durch Eigenleistungen der Veranstalterinnen abzudecken.