Gesund aufwachsen und leben in Baden-Württemberg

Die Initiative des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren und des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg unterstützt Städte und Gemeinden bei der Planung und Durchführung von kommunaler Gesundheitsförderung

Anlass und Ziele

Im Rahmen der Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg werden Städte und Gemeinden von der Landesinitiative "Gesund aufwachsen und leben in Baden-Württemberg" unterstützt, ein Gesamtkonzept für eine gesunde familien- und generationenfreundliche Kommune zu entwickeln und umzusetzen.

Die Initiative des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren und des Landesgesundheitsamtes zielt auf die Förderung der Gesundheit und Lebensqualität von Kindern, Familien und älteren Menschen. Sie wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Derzeit beteiligen sich 20 Städte und Gemeinden aus Baden-Württemberg an der Initiative.

Weitere Kommunen werden kontinuierlich gesucht und können ihre Bewerbung an Herrn Dr. Torben Sammet im Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg richten.

Zielgruppen

  • Kinder
  • Familien
  • ältere Menschen

Angebote und Umsetzungsschritte

Nach erfolgreicher Bewerbung gründet eine teilnehmende Kommune eine eigene Initiative, die als Dach für alle örtlichen Akteure, Maßnahmen und Angebote dient, die ein gesundes Aufwachsen und Leben fördern und unterstützen. Die Beteiligung aller Akteure mit Bezug zu Gesundheit, Bildung, Soziales, Familien- und Generationenfreundlichkeit sowie der Bevölkerung ist dabei eine grundlegende Voraussetzung. Die Koordination und Leitung der Initiative liegt bei der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung. Ausgehend von einer Bestands- und Bedarfsanalyse wird gemeinsam ein kommunales Gesamtkonzept für eine gesunde sowie familien- und generationenfreundliche Kommune erstellt, das konkrete Zielgruppen und Ziele sowie bedarfsorientierte Maßnahmen enthält.

Durch die Zusammenarbeit der Akteure vor Ort gelingt es, Ressourcen zu bündeln, Über-/Unterversorgung zu identifizieren, Parallelstrukturen zu verhindern sowie die vorhandenen Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention besser zu verzahnen und zu erweitern.

Im Sinne einer "generationenfreundlichen Kommune" werden die Bedürfnisse aller Altersgruppen systematisch in den Blick genommen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht und sozialem Status. Menschen aller Generationen werden an der Entwicklung beteiligt und zum Austausch ermutigt, so dass die jeweils unterschiedlichen Begabungen und Ressourcen gegenseitig nützlich werden.

Die Landesinitiative unterstützt die beteiligten Kommunen beim Prozess des kommunalen Gesundheitsmanagements durch folgende kostenlose Leistungen:

  • Zweitägige praxisorientierte Qualifizierung zu Gesundheitsmanagement und -förderung für kommunale Verwaltungskräfte, welche die Initiative vor Ort leiten und koordinieren.
  • Eine Beraterin bzw. ein Berater der Landesinitiative begleitet den gesamten Prozess einer Kommune, vom Netzwerkaufbau über die Bestands- und Bedarfsanalyse, die Zieldefinition sowie die Planung und Umsetzung von Maßnahmen, bis hin zur Kontrolle des Erfolges und berät die Kommune ganz individuell und bedarfsorientiert.
  • Vermittlung von qualitätsgesicherten Maßnahmen und Angeboten der Gesundheitsförderung aus den Themenfeldern Ernährung, Bewegung, Lebenskompetenz, soziale Teilhabe und geistige Aktivität für Kinder, Jugendliche, Eltern und ältere Menschen - passend zum Bedarf in der Kommune.
  • Netzwerktreffen und Fachveranstaltungen auf Landesebene ermöglichen den gegenseitigen Austausch der beteiligten Kommunen.