Spieletreff für Vier- bis Sechsjährige im sozialen Brennpunkt

Wohnortnahe Enwicklungs- und Integrationsförderung durch Angebote zur Freizeitgestaltung

Träger

Jugend- und Bewohnertreff Kornwestheim, Stadt Kornwestheim

Anlass und Ziele

Der Kornwestheimer Stadtteil Weststadt weist einen hohen Anteil an kinderreichen Familien und Bürgern mit ausländischer Nationalität auf. Da geeignete Grün- und Spielflächen vor Ort fehlen, spielten viele Kinder der Altersgruppe von vier bis sechs Jahren nach dem Kindergarten ohne Aufsicht auf der Straße. Dieser Umstand war Anlass zur Gründung des Spieletreff Kornwestheim, dessen Zielsetzung es ist, ein adäquates Freizeitangebot für diese Altersgruppe zu entwickeln.

Neben der Schaffung von Betreuungskapazitäten geht es in diesem Projekt darüber hinaus auch darum, die ausländischen Kinder durch ein gemischtes Sport- und Bewegungsangebot mit Sprachförderung besser im Stadtteil zu integrieren.

Zielgruppen

Kinder im Alter von 3,5 bis 6 Jahren

Zusammenarbeit

Zusammenarbeit mit der Eisenbahner-Sportgemeinschaft (ESG) und mit den Kindergärten im Wohngebiet

Angebote und Umsetzungsschritte

Der Spieletreff bietet den Kindern auf verschiedenen Ebenen gezielte Förderung: Durch den Einsatz unterschiedlicher Spielformen werden die Kinder in ihrer Entwicklung gefördert. Die Kinder können zum Beispiel spielerisch die Grundbewegungen des Turnens erlernen. Dabei werden Tanz-, Rhythmik- und Gesangselemente und Entspannungs- und Konzentrationsphasen mit einbezogen. Durch gemeinsame Veranstaltungen wird auch den Eltern die Möglichkeit geboten, untereinander Kontakt aufzunehmen.

Nachdem geeignete Räumlichkeiten gefunden waren, wurde das neue Angebot über Elternabende in den Kindergärten bekanntgemacht. Dort konnten die Eltern ihre Kindern auch direkt anmelden.

Ergebnisse und Auswirkungen

Die frühzeitige Integration ausländischer Kinder muss über den täglichen Kindergartenbesuch hinaus durch zusätzliche Angebote gefördert werden. Es ist deshalb geplant, den Kindern aus der Weststadt in Zukunft die Möglichkeit zu geben, auch an anderen Gruppen teilzunehmen.

Schwierigkeiten bei der Umsetzung

Das Finden geeigneter Räumlichkeiten im Wohngebiet und die Anschaffung einiger Geräte bereiteten anfänglich Probleme. Außerdem gestaltete sich die Suche nach einer ehrenamtlichen Kraft zunächst schwierig.

Personalbedarf

eine hauptamtliche (Erzieherin) und eine ehrenamtliche Kraft (sehr engagierte Mutter)

Raumbedarf

Turnhalle mit Geräten (Matten, Bälle, Bänke, Reifen)

Finanzierung

Finanzierung über den Etat des Jugend- und Bewohnertreffs

Besondere Rahmenbedingungen vor Ort

Förderlich für die Etablierung des Angebots war das vorhandene Angebot des Jugend- und Bewohnertreffs und die bereits bestehenden Kontakte zu den Kindergärten und zum Sportverein.