E.L.F. - Eberbacher Lebens Fluss

Ein Projekt zur Verbesserung von Integration & Gesundheitserleben von Migrantinnen

Träger

Stadtverwaltung Eberbach, Jugendreferat 5100 in Kooperation mit dem Internationalen Bund (IB) Heidelberg

Anlass und Ziele

Die Stadt Eberbach befasst sich seit einigen Jahren mit dem Thema Migration und Integration. Ergebnis dieser Auseinandersetzung ist z.B. das "Netzwerk Integration in Eberbach", dem unter anderem die Volkshochschule, die Agentur für Arbeit, die Polizei oder das Förderwerk e.V. angehören. 2007 beschloss der Gemeinderat, eine weitere Fördermaßnahme ins Leben zu rufen: Das Projekt "Eberbacher Lebens Fluss (E.L.F.).

E.L.F. ist ein weiteres Modul im "Netzwerk Integration in Eberbach". Das Projekt wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg finanziell unterstützt, das bereits im Vorfeld Integrationsmaßnahmen in Eberbach gefördert hat. Mit E.L.F. sollen speziell Migrantinnen und Aussiedlerinnen aus ihrer Isolation herausgeholt werden. Die Frauen und Mädchen sollen auf ihrem Weg zu Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit unterstützt werden und Orientierungs- und Entscheidungshilfen angeboten bekommen. Besonders gefördert werden soll der Kontakt zu Einrichtungen zentraler Lebensbereiche wie beispielsweise zu den Schulen und Kindergärten. Wichtige Voraussetzung hierfür sind Sprachkenntnisse. In der Vergangenheit hat die Stadt Eberbach außerdem bereits Deutschkurse in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und dem Förderwerk e.V. und einen berufsorientierten Integrationssprachkurs angeboten.

Zielgruppen

ausländische Frauen und Mädchen sowie Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund und Spätaussiedlerinnen

Zusammenarbeit

Bundesamt für Migration & Flüchtlinge (BAMF), Internationaler Bund (IB), Stadtverwaltung Eberbach, Volkshochschule Eberbach-Neckargemünd, Eberbacher Baugenossenschaft (EBG), Arbeitsagentur Heidelberg, Deutscher Frauenring (DFR) Ortsgruppe Eberbach, Bürgerstiftung Eberbach, Polizeirevier Eberbach, Schulen der Stadt Eberbach, AK Kinder & Jugend in Eberbach, AG Interkulturelle Frauenbegegnung Eberbach

Angebote und Umsetzungsschritte

offener Frauentreff, Internationales Erzählcafe, Frauensingen, Damenschwimmen, Veranstaltungen mit dem DFR, Internationaler Frauentag am 8. März, spezielle Frauenkurse mit der VHS, Infoveranstaltungen mit der Polizei, Spinn-Kurs, gemeinsames Wandern u.a. Zusammenarbeit mit dem kommunalen sozialen Netzwerk, Hinführung der Frauen zu den Integrationskursen des BAMF und zu anderen örtlichen Angeboten z.B. des DFR oder der VHS

Ergebnisse und Auswirkungen

Projekt läuft mittlerweile seit sieben Monaten. Frauen unterschiedlicher Nationalitäten kommen zu den Projektveranstaltungen zusammen, sogar muslimische Frauen zum Schwimmen. Frauen mit Migrationshintergrund lernen über die Angebote z.B. ihre Stadt kennen. Die Frauen werden durch die Projektverantwortlichen an die bestehenden Integrationskurse der VHS vermittelt bzw. "übergeben".

Schwierigkeiten bei der Umsetzung

Die Ansprache der Zielgruppe ist bislang das größte Hindernis, insbesondere bei Frauen mit islamischem Hintergrund. Eberbacher Bürgerinnen scheuen den Kontakt zu den Migrantinnen und umgekehrt. Die Herausforderung liegt im Abbauen gegenseitiger Vorurteile und Berührungsängste.

Personalbedarf

1 hauptamtliche Kraft (Projektleiterin, 38,5 Stunden), Honorarkräfte für Einzelmaßnahmen (z.Zt. 2 Kräfte), 1 Clearingstelle bei der Stadtverwaltung Eberbach = Jugendreferat, Abt.5100; eine halbe Stelle

Raumbedarf

1 Büro und 1 Veranstaltungs-, Versammlungs- bzw. Schulungsraum im Wohngebiet "Untere Talstraße / Steige / Eberbach Nord" für das Projekt; Kinder- und Jugendbüro der Clearingstelle bei der Stadt Eberbach

Finanzierung

85% der Projektkosten oder rund 131.000 Euro trägt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Nürnberg, 15 % der Projektkosten übernimmt die Stadt Eberbach. Zusätzlich bringt Internationale Bund Heidelberg als Personalträger 13 % der Projektkosten als Overhead- und Verwaltungskosten auf.

Besondere Rahmenbedingungen vor Ort

Unterstützung in Sachen Migration kommt von seiten der Stadtverwaltung sowie vom Gemeinderat. Die Aktivitäten im Rahmen des des E.L.F.-Projekts sind eingebettet in ein kommunales soziales Netzwerk und in ein kommunales Netzwerk Integration, was sich positiv die Arbeit auswirkt.