Familienfreundliche Kommune
www.EDEJU.de / Wolfgang Helmeth
Individuelle Talente und Begabungen, die nicht rechtzeitig und systematisch gefördert werden, gehen dem Einzelnen und der Gesellschaft verloren. Ziel dieses Projektes ist somit die Förderung des gesamten Spektrums individueller Potenziale als lebensbegleitender Prozess der Persönlichkeitsentfaltung aus eigenem Antrieb.
Das Cleverle-Projekt hat seinen Ursprung in der Elfenbeinküste. Der Projektleiter hat dort gemeinsam mit jungen vormals erwerbslosen Erwachsenen Kinder und Jugendliche unterstützt, ihre kreativen Ideen in individuellen Projekten umzusetzen.
Eltern, Kinder, Jugendliche, Erwachsene
Inzwischen hat sich ein breites Netzwerk von Partnern "rund um die Welt" entwickelt, wobei die Kinder im Fokus sind. Die Eltern werden in alle Aktivitäten einbezogen. Es bestehen weiterhin Kontakte zu einigen Gemeinden, kirchlichen Einrichtungen, NGO's, Politikern, Universtäten etc.
Das Angebot bezieht sich hauptsächlich darauf, Kinder zu unterstützen, ihre spontanen Projektideen in die Praxis umzusetzen. Die Ideen reichen von der Gestaltung einer persönlichen Homepage bis hin zu handwerklichen Projekten. Zur modellhaften Umsetzung stellt der Projektleiter Räume und Materialien zur Verfügung. Die Kinder können zwischen 16 Uhr und 19 Uhr spontan und ohne Anmeldung teilnehmen. Der Modellcharakter bezieht sich auf die vielfältigen Potenziale, die durch das bürgerschaftliche Engagement erschlossen und für den Nachwuchs bereitgestellt werden könnten.
Jedes Cleverle ist durch seine selbst gestaltete Homepage weltweit präsent und regt dadurch bei anderen Kindern und Jugendlichen Interessen und Aktivitäten - und somit Persönlichkeitsentwicklungsprozesse an.
Die "Denzlinger Cleverle" sind "ansteckend". Die Mund zu Mund-Propaganda von Kind zu Kind sorgt für ein lebendiges Ambiente. Die Cleverle präsentieren sich an vielen Gelegenheiten (z.B. Faschingsumzug gegen den Strom). Langeweile ist ein Fremdwort. Kreativität gepaart mit Humor, Risikobereitschaft und Engagement führen häufig dazu, dass die Cleverle stundenlang motiviert an ihren Projekten arbeiten. Der Cleverle-Service bietet den Cleverle die Möglichkeit spannende Dienstleistungen (z.B. kleinere Reparaturen) zu erbringen, wodurch sie viel lernen - und sogar ein kleines Trinkgeld verdienen. Die weltweiten Kontakte über das Internet geben ihnen die Gelegenheit mit gleichinteressierten Kindern und Erwachsenen Kontakt aufzunehmen und Ideen zu verwirklichen.
Die größte Schwierigkeit ist wohl, dass die Meinung vorherrscht, dass Bildung ausschließlich in der Schule stattfindet und sich die Zivilgesellschaft (welche ungeahnt wichtige Potenziale zur Talentförderung besitzt) nicht zu engagieren braucht.
Ausgehend vom Pilotprojekt "Denzlinger Cleverle", welches der Projektleiter bislang meist alleine betreibt, wäre es wünschenswert, wenn sich weitere Mitbürger engagierten, um andere Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten, damit möglichst viele Talente geweckt und gefördert werden. Es ist für den Einzelnen sehr bereichernd, sich in diesem wichtigen Bereich zu engagieren.
Bislang wird von den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen ein Betrag von 5€ pro Stunde erhoben. Allerdings sollte bei einer größeren Vernetzung auf die Erhebung von Beiträgen verzichtet werden, Materialbeschaffung ausgenommen.
Die Gestaltungsfreiheit und die Anerkennung der Initiative von Seiten der Familien, der Bürgerinnen und Bürgern, der Kommune und vieler anderer.