Das Frauen- und Mütterzentrum in Kehl am Rhein

Dank engagierter Frauen wird das Angebot des Frauen- und Mütterzentrums weiter ausgebaut

Träger

Stadt Kehl

Anlass und Ziele

Gegründet wurde das Frauen- und Mütterzentrum (FMZ) 1992, auf Initiative des Gemeinderates. Damaliges Anliegen der Stadt war es, eine Einrichtung für Frauen und besonders auch für allein erziehende Frauen der Stadt Kehl zu schaffen. Die städtische Initiative fiel auf fruchtbaren Boden. In kurzer Zeit entwickelte die Dipl. Sozialarbeiterin Edeltraut Böhler in Zusammenarbeit mit ehrenamtlich engagierten Frauen ein, am Bedarf der Kehler Frauen orientiertes Konzept, mit dem Ziel, eine Begegnungs- und Anlaufstelle für Frauen mit unterschiedlichen Lebenskonzepten zu werden, Interessen von Frauen an die Öffentlichkeit zu bringen und Einfluss auf die Politik zu nehmen, um langfristig das Rollenverständnis von Frauen und Männern in Richtung Gleichstellung zu verändern.

Das Konzept des FMZ hat sich kontinuierlich den Veränderungen und Bedürfnissen von Frauen und Familien angepasst.

Zielgruppen

  • Familien
  • Frauen
  • Kinder

Zusammenarbeit

Das FMZ ist vernetzt mit folgenden Einrichtungen: Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt, Tagesmütterverein Kehl, Leuchtfeuer (Verein gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Erwachsenen), Seniorenberatung und Seniorenbüro, Kindergarten Kreuzmatt, Frauen helfen Frauen Ortenau, Psychologische Beratungsstelle des Ortenaukreises Kehl, Diakonisches Werk Kehl, Caritasverband Kehl, Polizei, Landratsamt Ortenaukreis (Kommunaler Sozialer Dienst und Kommunale Arbeitsförderung), Mitglied im Mütterforum Baden-Württemberg, Mitglied im Bundesverband der Mütterzentren.

Angebote und Umsetzungsschritte

Bei allem Wandel in den vergangenen 20 Jahren haben sich dennoch bedeutsame Schwerpunkte etabliert.

  • Begegnung, Austausch und Integration in offenen Treffs wie beispielsweise dem "Frauencafé" und dem "Babycafé mit Gästen". In diesen niedrigschwelligen Angeboten beraten und bilden sich Eltern auf Augenhöhe. Hier begegnen sich Frauen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund und tauschen Erfahrungen aus.
  • Betreuung und Angebote für Kinder
  • Bildungsangebote für Eltern im Rahmen von STÄRKE
  • Beratungs- und Anlaufstelle für Frauen in Trennungssituationen, Gewaltbeziehungen und anderen Notsituationen
  • Dienstleistungsangebote für Familien, bspw. Babysittervermittlung, Baby-Begrüßungs-Besuch im Wohngebiet Kreuzmatt
  • Vernetzung mit Einrichtungen und Verbänden, die sich gezielt an Frauen und Familien richten

Ergebnisse und Auswirkungen

Das Frauen- und Mütterzentrum hat sich als Begegnungs- und Beratungsstelle für Frauen und Familien etabliert. Hier ist in den vergangenen 20 Jahren eine große Anzahl von Initiativen entstanden, die sich teilweise weiterentwickelt und verselbständigt haben und heute aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken sind. Hierzu zählen unter anderem der Tagesmütterverein Kehl, die Kinderkrippe, welche seit September 2011 dem Kindergarten Kreuzmatt angehört, die Beratungssprechstunde von Frauen helfen Frauen in Kehl, die Gruppe alleinerziehender Mütter und Väter sowie die Arbeitsgruppe Internationaler Frauentag. Hinzu kommen viele private nachbarschaftliche Netzwerke, welche durch erste Kontakte im FMZ entstanden sind.

Besondere Kennzeichen des Projekts aus Sicht der Verantwortlichen

  • Neue Kooperationen
  • Nachhaltige Wirkung
  • Niedrigschwelliger Zugang für die Zielgruppe
  • Fördert ehrenamtliches Engagement

Personalbedarf

Das FMZ wird geleitet von einer Sozialarbeiterin (50% Stelle) Beschäftigt sind außerdem mehrere Assistenzkräfte mit Arbeitsverträgen in der Bildungsarbeit und ehrenamtlich engagierte Frauen.

Raumbedarf

Ein Veranstaltungsraum, 3 Spielzimmer, ein Büro, Küche und Wickelraum.