Familienfreundliche Kommune
21 Kindertageseinrichtungen in der Stadt Singen mit vier verschiedenen Trägern.
Für Eltern von Kindergartenkindern oder Schulkindern mit Hortbetreuung ist es manchmal schwierig, eine Betreuung während der Sommerferien zu finden. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Eltern ihren Urlaub nicht während der Schließzeiten der Kindertageseinrichtung nehmen können. Die Singener Kindertageseinrichtungen schaffen hier Abhilfe. Alle Singener Tageseinrichtungen stimmen ihre Ferienzeiten so aufeinander ab, dass während der Sommerferien immer mindestens eine Einrichtung geöffnet ist. Diese nimmt Kinder aus den anderen Kindertageseinrichtungen im Rahmen ihres regulären Betreuungsangebotes auf, wenn die Eltern ihre Kinder aus beruflichen Gründen nicht selbst betreuen können und keine andere Betreuungsmöglichkeit finden.
Eltern, die ihre Kinder während der Sommerferien der Kindertageseinrichtungen nicht durchgängig betreuen können und auf keine andere Betreuung zurückgreifen können.
Die Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend eng zusammen.
Alle Singener Kindertageseinrichtungen stimmen ihre Ferienplanung miteinander ab, so dass immer mindestens eine Einrichtung geöffnet ist. Die Leiterinnen der Einrichtungen haben den Überblick, welche Einrichtung zu welchem Zeitpunkt geöffnet ist. Die Eltern werden über das Angebot mit Aushängen in den Kindertageseinrichtungen informiert.
Eltern, die Bedarf haben, melden sich bis zum 1.6. bei der Leiterin ihrer Kindertageseinrichtung. Diese stellt den Kontakt zu der geöffneten „Ferien-Kindertageseinrichtung“ her. Eltern können das Angebot wochenweise buchen, der Elternbeitrag richtet sich nach den üblichen Sätzen der aufnehmenden Einrichtung und beträgt mindestens 25 Euro. Die aufnehmende Einrichtung gibt eine Platzzusage und erhält von der Stammeinrichtung Kopien der persönlichen Daten der Kinder. Bei einem Aufnahmegespräch erfragt die Leiterin Besonderheiten des Kindes (Allergien, besondere Essvorschriften, etc.). Ein erstes persönliches Kennenlernen zwischen Kind, Eltern und MitarbeiterInnen der Ferien-Kindertageseinrichtung vor der Aufnahme ist Voraussetzung für die Sommerferien-Betreuung.
Der Bedarf an einer zusätzlichen Betreuung während der Sommerferien ist in Singen nicht sehr hoch, da die Eltern bereits bis Weihnachten des Vorjahres über die Ferien ihrer Kindertageseinrichtung informiert werden und ihren Urlaub deshalb frühzeitig planen können.
Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass nie mehr als 2 – 3 Kinder als Gast-Kinder in einer Ferien-Kindertageseinrichtung untergebracht wurden. Diese Kinder können problemlos in den normalen Alltag der Einrichtung integriert werden, zumal in der Ferienzeit in der Regel nie alle angemeldeten Kinder anwesend sind. (Es dürfen übrigens niemals mehr Kinder anwesend sein als die Betriebserlaubnis für die Kindertageseinrichtung vorsieht).
Fast alle Kinder besuchten die Ferien-Kindertageseinrichtung 1 oder 2 Wochen. Kein Kind kam während der gesamten Ferienzeit.
Das Angebot funktioniert nur, wenn wenige Ferienkinder in anderen Einrichtungen betreut werden müssen.
Einzelne Eltern wollten ihre Kinder sehr kurzfristig für die Sommerferien-Betreuung anmelden. Diesen Wünschen konnten wir nicht entsprechen, da die Aufnahme eines fremden Kindes im Interesse des Kindes gewissenhaft vorbereitet werden muss und auch die Personalplanung entsprechend abgestimmt sein muss.
Wichtig ist außerdem, dass die Zusammenarbeit zwischen abgebender und aufnehmender Kindertageseinrichtung gut koordiniert ist und beide Seiten die „Regeln“ kennen.
Es besteht kein zusätzlicher Personalbedarf, da die Ferienkinder in die vorhandenen Gruppen integriert werden.
Es werden keine zusätzlichen Räumlichkeiten benötigt.
Das Angebot erfordert keine zusätzlichen Ausgaben.
Die Mehreinnahmen (Elternbeiträge für die Ferienkinder) erhalten die Kindertageseinrichtungen als zusätzliche Verfügungsmittel. Damit soll der erhöhte Verwaltungs- und Betreuungsaufwand entschädigt werden und gleichzeitig den MitarbeiterInnen ein Anreiz für die Aufnahme eines Ferienkindes geboten werden.