Kinderbetreuung an Schließtagen der Kindertageseinrichtungen

Überbrückung von Schließzeiten durch trägerübergreifende Zusammenarbeit lokaler Kindertageseinrichtungen

Anlass und Ziele

Eltern in Kindertageseinrichtungen benötigen häufig eine Kinderbetreuung an Schließtagen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Eltern ihren Urlaub nicht während der Schließzeiten der Kindertageseinrichtung nehmen können. Die Singener Kindertageseinrichtungen schaffen hier Abhilfe. Alle Singener Kindertageseinrichtungen stimmen ihre Ferienzeiten so aufeinander ab, dass während der Sommerferien jeweils zwei bis drei Einrichtungen geöffnet sind. Diese nehmen Kinder aus den anderen Kindertageseinrichtungen im Rahmen ihres regulären Betreuungsangebotes auf, wenn die Eltern ihre Kinder aus beruflichen Gründen nicht selbst betreuen können und keine andere Betreuungsmöglichkeit finden. Auch an weiteren Schließtagen ist eine solche Betreuung möglich.

Zielgruppen

  • Kinder im Alter von drei Jahren bis Schuleintritt
  • Mit Ausnahme und besonderer Rücksprache Kinder im Alter von zwei Jahren in altersgemischten KiTa-Gruppen und Inklusionskinder

Zusammenarbeit

Die Kindertageseinrichtungen der sieben Träger arbeiten trägerübergreifend eng zusammen.

Angebote und Umsetzungsschritte

Alle Singener Kindertageseinrichtungen stimmen ihre Ferienplanung und Schließtage miteinander ab. Die Schließzeiten aller Einrichtungen können der jährlichen Ferienplanung entnommen werden, die allen Einrichtungen zugesandt wird. Für die Sommerferien ist gewährleistet, dass sowohl in den ersten drei Wochen als auch in den letzten drei Wochen der Sommerferien mindestens eine Einrichtung trägerintern (bei Trägern mit mehreren Einrichtungen) verbindlich geöffnet ist, um Ferienkinder aufzunehmen. Daneben können Kinder an eine andere offene Einrichtung in der Nähe vermittelt werden.

Für die Betreuungsmöglichkeiten in den Sommerferien bestehen Aufnahmevoraussetzungen und eine Beitragspflicht. Hierüber werden die Familien separat über Aushänge informiert.

Voraussetzungen für die Ferienbetreuung in einer anderen Einrichtung:

  • Für die Sommerferienbetreuung besteht ein verbindlicher Anmeldeschluss bis zum 31.05.2014
  • Zielgruppe sind Kinder ab 3 Jahren (in Ausnahme/Absprache Kinder ab zwei Jahren in altersgemischten KiTa-Gruppen)
  • Für die Sommerferienbetreuung ist ein Nachweis in Form einer Arbeitgeberbescheinigung beider Elternteile (von Alleinerziehenden genügt die Bescheinigung des einen Elternteils) über die Notwendigkeit einer Ferienbetreuung zu den erforderlichen Zeiten vorzulegen.
  • Es besteht eine Pflicht zur Eingewöhnung. Die Eltern nehmen mindestens einen Hospitationstermin in der Ferieneinrichtung wahr. Der Termin wird mit der aufnehmenden KiTa vereinbart. Die Eltern übergeben bei diesem Termin alle notwendigen Unterlagen aus der Stammeinrichtung.
  • Kinder, die Hilfen der Eingliederung/Integration erhalten und Kinder mit angezeigter Medikamentengabe können nach Einzelfallentscheidungen in die Ferienbetreuung aufgenommen werden, da hier ein Mehraufwand für die Betreuung besteht (Voraussetzung ist hier die Erlaubnis der Eltern, dass die Ferieneinrichtung über die Umstände durch die Stammeinrichtung aufgeklärt wird).
  • Die Anmeldung eines Kindes läuft immer über die Leitung der Stammeinrichtung. Alle Leitungen erhalten einen gesamtstädtischen Ferienplan mit den Schließzeiten aller Einrichtungen. Die Leitung informiert die Eltern über die zur Verfügung stehenden aufnehmenden Einrichtungen. Eine Platzzusage wird von der Leitung der aufnehmenden Kindertageseinrichtung gemacht.

Ergebnisse und Auswirkungen

Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass immer mehr Kinder zur Ferienbetreuung in den Sommerferien angemeldet wurden. Diese Kinder konnten nicht problemlos in den normalen Alltag der Einrichtung integriert werden. Daher wurde das Konzept ständig modifiziert und weiterentwickelt. Hierzu zählen insbesondere die Aufnahmevoraussetzungen und die Beitragspflicht für die Sommerferienbetreuung.

Es ist zu empfehlen, Kinder möglichst immer wieder an dieselbe Ferieneinrichtung zu vermitteln. Dies erleichtert die Eingewöhnung und die Weitergabe von Informationen an die Familie.

Schwierigkeiten bei der Umsetzung

Häufig fällt es den Familien schwer den verbindlichen Anmeldetermin für die Sommerferien einzuhalten.

Auch bei Geschwisterkindern können keine Betreuungsmöglichkeiten für Krippenkinder angeboten werden.

Besondere Kennzeichen des Projekts aus Sicht der Verantwortlichen

  • Antwort auf neuen Bedarf oder neue Zielgruppe
  • Qualitätssicherung

Personalbedarf

Sollte die Anzahl der Kinder nach Betriebserlaubnis überschritten werden, wird das Personal der betreuenden Kitas mit päd. Mitarbeitenden aus anderen Einrichtungen aufgestockt (z.B. mit Mitarbeitenden, die gerne zu einem anderen Zeitpunkt Urlaub machen möchten, oder Anerkennungspraktikant/-innen sowie FSJler/-innen).

Finanzierung

Da der Ferienmonat August in Singen für alle Kinder beitragsfrei ist, wird für eine zusätzliche Ferienbetreuung in den Sommerferien ein Beitrag erhoben. Das Betreuungsangebot ist nur wochenweise buchbar. Einzelne Tage sind nicht buchbar.

Der Elternbeitrag richtet sich nach trägerübergreifenden festgelegten Beiträgen (derzeit 1 € pro Stunde).

Bei Anmeldung sind mindestens 50 Euro zu zahlen, der Rest wird vor Beginn der Betreuung bezahlt. Um den Verwaltungsaufwand so gering wie möglich zu halten erfolgt die Zahlung in bar.

Für die Notfallbetreuung an einzelnen anderen Schießtagen werden keine Beiträge erhoben.

An­sprech­part­ner

Frau Marika Boll | Stadtverwaltung Singen, Kindertagesbetreuung/ Familienzentren | Hohgarten 2 | 78224 Singen | Tel. 07731-85120 | » E-mail | » WWW