Sprachförderung im Ländlichen Raum: "Wir trinken Tee und sprechen Deutsch"

Sprachkurs für Migrantinnen in Lauchringen

Träger

Gemeinde Lauchringen

Anlass und Ziele

Das Lauchringer Projekt "Wir trinken Tee und sprechen Deutsch" wurde 2004 ins Leben gerufen, weil erkannt wurde, dass in vielen bereits lange Zeit in Deutschland lebenden Migrantinnenfamilien kein Deutsch gesprochen wurde. Gerade Frauen mit Migrationshintergrund verfügen deshalb oft, obwohl sie bereits lange in Deutschland leben, nur über mangelhafte Deutschkenntnisse.

Mit dem Sprachförderangebot sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Förderung der Sprachkompetenz
  • Erleichterung des Alltagslebens
  • Vermittlung der kulturellen Werte in Deutschland

Zielgruppen

Migrantinnen mit Sprachförderbedarf, die neu nach Deutschland gezogen sind oder schon länger in Deutschland leben

Angebote und Umsetzungsschritte

Der Sprachkurs wird dreimal in der Woche vormittags durchgeführt. Eine Veranstaltung dauert jeweils 90 Minuten. Der Gesamtumfang des Sprachkurses beträgt 120 Stunden.

Die ersten drei Jahre wurde das Sprachangebot hauptsächlich von Türkinnen, meist von Hausfrauen, angenommen. In den letzten beiden Jahren hat sich der Kreis der Teilnehmerinnen um andere Nationen erweitert, 10 bis 12 Teilnehmerinnen nahmen regelmäßig an dem Sprachkurs teil.

Ergebnisse und Auswirkungen

Von den Verantwortlichen werden die Auswirkungen des Sprachkurses als sehr gut eingeschätzt. Viele Frauen konnten durch den Kurs ihre Sprachkenntnisse deutlich verbessern, was ihnen die Integration erleichterte und ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt eröffnete.

Personalbedarf

Der Sprachkurs wird durch eine gleichermaßen gut deutsch und türkisch sprechende Bewohnerin Lauchringens durchgeführt.

Raumbedarf

Der Sprachkurs wird in Räumen der Grundschule Unterlauchringen durchgeführt.

Finanzierung

Der Sprachkurs wird durch die Kommune subventioniert. Ein Teilnehmerbeitrag wird erhoben.