Zukunftsforum

Zukunftsforen Familie, Kinder & Kommune

Mit dem Projekt ?ZUKUNFTSFORUM Familie, Kinder & Kommune? hat die Landesstiftung Baden-Württemberg von 2007 bis 2009 Städte, Kreise und Gemeinden in Baden-Württemberg auf ihrem Weg zu einer zukunftsweisenden familienfreundlichen Kommunalentwicklung unterstützt. Es passt sich ein in die Initiative ?Kinderland Baden-Württemberg?, indem es die Verbreitung und Weiterentwicklung entsprechender Maßnahmen im ganzen Land fördert.

Das Konzept ?ZUKUNFTSFORUM Familie, Kinder & Kommune? wurde von der FamilienForschung Baden-Württemberg entwickelt. Städte, Gemeinden und Kreise in Baden-Württemberg konnten sich nach einer öffentlichen Ausschreibung um ein Zukunftsforum bewerben. Die Auswahl der Kommunen erfolgte durch die Landesstiftung Baden-Württemberg.

Ingesamt 17 Zukunftsforen wurden im Auftrag der Landesstiftung Baden- Württemberg von der FamilienForschung Baden-Württemberg im ganzen Land durchgeführt. Über deren Inhalt und Ergebnisse informiert die Broschüre ?Kommunen auf dem Weg zu mehr Familienfreundlichkeit?, die sie hier herunterladen können.

Ziel und Inhalt des Projekts

Ziel der Zukunftsforen war es, angesichts des demografischen Wandels, kommunale Entscheidungsträger für die Wichtigkeit familienfreundlicher Maßnahmen zu sensibilisieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen. Mit dem Projekt sollte in den beteiligten Kommunen ein Prozess in Gang gesetzt werden, in dessen Verlauf sie neue Ziele zur Familienfreundlichkeit entwickeln und zu einem Handlungskonzept gelangen.

Darüber hinaus sollten die Zukunftsforen der Netzwerkbildung dienen. Es sollten die Akteure zusammen gebracht werden, die gemeinsam in der Lage sind, Ideen zu entwickeln und sie erfolgreich umzusetzen.

Im Rahmen der Zukunftsforen wurde das Wissen über den demografischen Wandel und die Folgen in den Gemeinden vertieft. Die in den Zukunftsforen präsentierten demografischen Analysen hatten das Ziel, den Bürgern und Entscheidungsträgern die Entwicklungslinien und –potenziale aufzuzeigen und so zu informierten Entscheidungen beizutragen.

Veranstaltungsformate

Die Zukunftsforen waren in der Regel vierstündige Veranstaltungen an einem Nachmittag (14:00 bis 18:00) oder am Abend (18:00 bis 22:00). Veranstaltungsformate waren Bürgerinformationsveranstaltungen, Gemeinderatsklausuren, Vernetzungstreffen der relevanten Akteure in Kommunen und Kreisen sowie Verbundveranstaltungen zur Steigerung der interkommunalen Kooperation.

Adressaten der Zukunftsforen waren Akteure aus Kirchen, Unternehmen, Verbänden, Vereinen und Verwaltungen, die sich auf kommunaler Ebene für die Verbesserung der Lebensbedingungen für Familien einsetzen, ebenso wie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Zu den meisten Zukunftsforen wurde die gesamte Bürgerschaft durch Bekanntmachung im Mitteilungsblatt und örtlicher Zeitung eingeladen, Experten und kommunale Funktionsträger wurden persönlich angeschrieben und angesprochen.

Planung der Zukunftsforen

Bei Konzeption und Durchführung der Zukunftsforen wurden die spezifischen Bedingungen vor Ort und die Fragestellungen der Antragsteller berücksichtigt. Die genaue Ausgestaltung der Veranstaltung wurde in Vorbesprechungen mit den Antragstellern geklärt, um den Kommunen eine möglichst weitreichende Hilfestellung auf ihrem Weg zur Familienfreundlichkeit bieten zu können. Daraus ergaben sich ganz unterschiedliche Veranstaltungsformate und inhaltliche Schwerpunktsetzungen. Aufbauend auf das Know-how der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden entweder einzelne Themenbereiche vertieft oder in der Breite erste Ideen zur Weiterentwicklung der Familienfreundlichkeit erarbeitet.

Inhaltsbausteine der Zukunftsforen

In den Zukunftsforen wurden hauptsächlich folgende Inhalte behandelt:

  • Daten und Vorausrechnungen zur demografischen Entwicklung in Baden-Württemberg und in der gastgebenden Kommune –> verdeutlichen die Folgen des demografischen Wandels
  • Handlungsfelder und Praxisbeispiele –> zeigen mögliche Wege zu mehr Familienfreundlichkeit
  • Bestandsaufnahme und Bewertung der kommunalen Angebote in der Kommune –> macht Handlungsbedarf sichtbar
  • Ideensammlung mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern –> liefert Ausgangsmaterial für die nächsten Schritte
  • Instrumente zur kooperativen Umsetzung der Maßnahmen –> zeigen auf, wie die Umsetzung gelingen kann
Jens Ridderbusch

Jens Ridderbusch

Stellvertr. Leitung der FaFo FamilienForschung Baden-Württemberg

Leitung des Kompetenzzentrums Familienfreundliche Kommune, Projektleitung Managementverfahren

0711/641-2719

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